Ausschreibungsverfahren werden weiter flexibilisiert / Lehrerbedarfe bleiben Schwerpunkt

(11.08.2017)

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Sachsen-Anhalt wird die Ausschreibungspraxis für Lehrerstellen weiter flexibilisieren. Im Ergebnis einer Ausschreibungsrunde aus dem Frühjahr konnten 270 Stellen neu besetzt werden.

Insgesamt konnten aus dem Online-Verfahren heraus 405 stellenkonkrete Einstellungsangebote für 316 unterschiedliche Stellen an geeignete Bewerberinnen und Bewerber versandt werden. 135 Personen erteilten eine direkte Absage, meldeten sich nicht zurück oder nahmen ihre Zusage nachträglich zurück. Damit lag die Besetzungsquote bei 73% und leicht über dem Niveau einer vergleichbaren Ausschreibungsrunde aus dem Sommer 2016 mit 68%.

"Wir haben damit insgesamt seit dem vergangenen Jahr mehr als 930 neue Lehrer im System. Eine gute Nachricht, aber kein Grund zur Euphorie. Die offen gebliebenen Stellen werden nun zeitnah erneut ausgeschrieben. Wir können damit auch den Referendaren, die im Herbst ihren Vorbereitungsdienst beenden, ein Angebot unterbreiten. Gleichzeitig werden wir die Ausschreibungspraxis weiter flexibilisieren. Fakt ist aber auch, man darf bei allen weiteren Maßnahmen, die Qualität nicht aus den Augen verlieren", erklärte Bildungsminister Marco Tullner. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesschulamt, die mit viel Einsatz im aktuellen Verfahren, alle Möglichkeiten zur Besetzung genutzt haben.

Künftig solle überwiegend ein konkretes Bedarfsfach ausgeschrieben und auf konkrete Fächerkombinationen verzichtet werden. Gleichzeitig solle die Öffnung für Quereinsteiger (und künftig für Seiteneinsteiger) vereinheitlicht werden. Die Stellen an Förderschulen werden künftig für andere Lehrämter und für Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Ausbildung als "Lehrer/in für untere Klassen" geöffnet. In einem Testlauf sollen künftig ein Teil der Ausschreibungen nicht mehr schulkonkret, sondern regionalisiert erfolgen. Schulleitungen von Berufsschulen werden künftig die Bewerbergespräche für ihre Stellenausschreibungen führen sowie die Auswahl treffen.

"Alle Öffnungen haben ein konkretes Ziel, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung vollständig zu nutzen", so Tullner abschließend.

Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt
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