So bunt wie ein Regenbogen

(22.08.2017)

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Am Freitag, dem 18. August kurz vor 11. 00 Uhr war es wieder einmal so weit: Feststimmung, Anreise von über 80 Gästen, Auftritt des Musikers Par Engstrand. 20 Erzieherinnen und ein Erzieher wurden zum Abschluss ihrer RPQ mit einem persönlichen Segen verabschiedet.

Nach fünf Kurswochen in Drübeck und Magdeburg stand in der letzten Kurswoche die Vorbereitung des Gottesdienstes im Zentrum. Dieser Kurs war durch eine besondere Diversität in Bezug auf die Arbeitsfelder und die Berufsbiographien der Teilnehmenden geprägt. Nicht nur Erzieher*innen aus Krippe, Kita und Hort, sondern auch die Fachberatung, die Gemeindepädagogik und die Kitaleitung waren durch die Gruppenmitglieder vertreten. Es gab religionspädagogisch sehr erfahrene Kinderdiakoninnen und andere, für die das Thema Religionspädagogik noch Neuland war. Daher hatte sich der Kurs das Thema "So bunt wie ein Regenbogen" für den Abschlussgottesdienst ausgewählt. Dieses durchzog wie ein roter Faden mit Musik, Liedern, selbstgeschriebenen Texten und einer Präsentation den lebendigen Gottesdienst.

In den letzten Tagen, war das Wetter sehr wechselhaft aber wir wollen heute nicht übers Wetter sprechen, sondern darüber was entstehen kann, wenn unterschiedliche Dinge aufeinander treffen. Wie zum Beispiel die Sonne und der Regen.

Ein Regenbogen in der Natur, ist nicht planbar er entsteht überraschend und lässt uns staunen. Genauso überraschend hat es uns im letzten Oktober zusammengeführt. Wir staunten nicht schlecht, als wir feststellten wie bunt und vielseitig wir sind. In unserer Gemeinschaft stecken viele Eigenschaften.

Die Farbe Rot steht für Liebe und Energie. Unsere Wochen während der Ausbildung waren gefüllt mit Aufgaben und Impulsen. Jeder arbeitete an sich selbst und brachte seine Energien in die Gemeinschaft ein.
Orange ist für uns die Lebens- und Kontaktfreude. Der erste Tag gehörte dem Kennenlernen und schnell wurde aus 23 Namen eine Gemeinschaft. Auch die Auflockernden Tänze brachten uns näher zusammen und die Abende wurden länger und lustiger.

Das leuchtende Gelb steht für die Freude. Jedes Wiedersehen war für uns ein großes Fest und so wurde jede Möglichkeit genutzt diese Freude auszudrücken. Mit großer Begeisterung hörten wir das zwei Babys während unserer Ausbildungszeit entstanden sind. 
Für Harmonie und Hoffnung steht die Farbe Grün. Nach harmonischen Ausbildungswochen blieb immer die Hoffnung auf ein Wiedersehen. In Magdeburg war ein Zusammensein nur während der Ausbildungszeit möglich, dies wurde von unserer Seite sehr bedauert.
Die Farbe blau steht für die Ruhe, die Sehnsucht aber auch für die Zielstrebigkeit. Den einen oder anderen plagte ab und zu das Heimweh und Nachrichten von Zu hause bereiteten manchmal Sorgen. Die Gruppe bemühte sich um Ablenkung und ein offenes Ohr. In den Andachten, die jeder von uns für die anderen gestaltete blieb Raum für die persönliche Einkehr und Ruhe. Zielstrebigkeit zeigten wir beim Turmbau zu Babel.
Indigo ist die Farbe der Kreativität und Intuition. In den Gruppenarbeiten konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Wir hatten immer die Möglichkeit unsere Meinungen und Gedanken zum Thema frei zu äußern.
Inspiration und Mystik werden der Farbe Violett zugeordnet. Jeder hatte im Kurs die Möglichkeit die Mystik Gottes in den einzelnen Themen für sich selbst zu entdecken. Ein inspiratives Projekt, war die Anfertigung unserer Figuren.
Am Ende eines jeden Regenbogens vermuten wir den Topf voller Gold. Unse  r Topf ist gefüllt mit Wissen, tollen Ideen, wunderbaren Bekanntschaften und jeder Menge Erfahrungen.

In einer mitreißenden Dialogpredigt ergänzten Probst und Regionalbischof Christoph Hackbeil und Kirchenpräsident Joachim Liebig die Perspektive auf den Regenbogen, indem sie von Noah und der Errettung aus der Sintflut erzählten. Während den Teilnehmenden im Gottesdienst zur Segnung eine Urkunde mit einem persönlichen Bibelwort mitgegeben wurde, konnte Dr. Ekkehard Steinhäuser beim anschließenden festlichen Empfang mit wertschätzenden Worten die Teilnahmebescheinigungen überreichen. Aus Eisenach war KR Karsten-Uwe Röder angereist und überbrachte die Grüße des Bildungsdezernats des Kirchenamts. Mit persönlichen Grüßen wurden die Absolventinnen von ihren jeweiligen Trägervertreter*innen beglückwünscht.

Auch wir wünschen allen Absolvent*innen, dass sie ihre Freude und ihre Begeisterung für die religionspädagogische Arbeit auch im Kita-Alltag beibehalten. In einem Jahr treffen wir uns dann hoffentlich alle wieder zu einem Aufbaukurswochenende in Drübeck!