GEW stellt 15 Positionen zur Bundestagswahl vor

(08.09.2017)

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Die neue Bundesregierung muss nach Ansicht der GEW ein Sanierungsprogramm für Schulen auflegen, den Ganztag durch mehr Schulsozialarbeiter verbessern und ein Kitaqualitätsgesetz erlassen. Die Politik solle endlich mehr Geld in Bildung investieren.

Sechs Wochen vor der Bundestagswahl hat die GEW 15 bildungspolitische Forderungen von Inklusion bis Integration vorgestellt. "Marode Schulen, große Qualitätsunterschiede beim Kita-Angebot, Fachkräftemangel insbesondere an Schulen und in Kitas, zu wenige Dauerstellen an Hochschulen, reformbedürftige Lehrkräfteausbildung, zu wenig BAföG für zu wenige Studierende, schlechte Bezahlung der Lehrkräfte in der Weiterbildung. Die Bedarfsliste im Bildungsbereich ist lang!", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Berlin. Die Politik müsse endlich mehr Geld für Bildung zur Verfügung. Damit der Bund Länder und Kommunen unterstützen könne, müsse das Kooperationsverbot auch für den Bereich der allgemeinen Bildung fallen.

In den vergangenen Wochen war die Gewerkschaftschefin unter dem Motto "GEW in Bildung unterwegs" durch die Republik gereist und hatte sich selbst ein Bild vom Zustand vieler Bildungseinrichtungen gemacht. "Unsere Befürchtungen wurden noch übertroffen", sagte sie. "Der Zustand des Bildungswesens steht der Bedeutung der Bildung, die immer wieder gerne in Wahlkampfreden beschworen wird, jedoch diametral entgegen", sagte Tepe. Bereits vor einem Jahr hatte die GEW die Politik zu einem Kurswechsel in der Bildungspolitik aufgerufen. Es sei nun Zeit, eine Bilanz zu ziehen, so Tepe. "Eine Reihe von Forderungen haben die Parteien in ihren Wahlprogrammen auch aufgenommen." Die bildungspolitischen Programme der Parteien müssten jedoch finanz- und steuerpolitisch hinterlegt werden, damit sie umsetzbar seien. "Hier müssen die Parteien nacharbeiten", forderte Tepe.

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