Fortbildner*in werden - Eine Langzeitfortbildung für den Elementarbereich

(09.04.2018)

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In einem feierlichen Gottesdienst wurden am 7. April 2018 in der Drübecker Klosterkirche zwanzig neue Fortbildnerinnen und Fortbildner für die religionspädagogische Arbeit im Elementarbereich durch Propst Christoph Hackbeil eingesegnet.

Die Erzieherinnen, Gemeindepädagoginnen und Pfarrerinnen unterstützen zukünftig die Arbeit des PTI durch regionale Fortbildungen und Arbeitskreise.

Vorausgegangen war eine Langzeitfortbildung, in der die Teilnehmenden ihre beruflichen Qualifikationen erwachsenenpädagogisch ausdifferenzierten und weiterentwickelten.



Dozentin Dr. Simone Wustrack stellte die Teilnehmenden mithilfe einer Landkarte vor (http://pti-elementar.de/wer-ist-wo/) und Direktor Dr. Ekkehard Steinhäuser dankte den Teilnehmenden für ihre Bereitschaft und Ausdauer. Susan Groß, fachliche Leiterin der   Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und Bildungsdezernentin der EKM Martina Klein überbrachten anerkennende Worte und Segenswünsche.
 
Andreas Ziemer, Dozent am PTI sprach im Anschluss mit Susann Greuel, Erzieherin in der integrativen Kindertagesstätte der Evangelischen Stadtmission Halle e.V..

Andreas Ziemer: Was waren Ihre Beweggründe zur Teilnahme an dieser Fortbildung?
Susann Greuel: Ich habe früher in der Erwachsenenbildung gearbeitet und bin dann Erzieherin geworden. Darüber hinaus macht mir die Religionspädagogik unglaublich viel Spaß und jetzt habe ich die Chance gesehen, das alles zu verbinden.

Andreas Ziemer: Wie geht es Ihnen am Ende dieser Langzeitfortbildung?
Susann Greuel: Es gab viele neue Erfahrungen und Denkanstöße. Und ich nehme die Impulse sowohl für die Arbeit in der Kita als auch meine Fortbildungsangebote mit.

Andreas Ziemer: Was waren das für Impulse?
Susann Greuel: Das waren vor allem die Menschen, mit ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven, die aus so unterschiedlichen Berufsfeldern kommen und trotzdem zusammengefunden haben. Und dass Dr. Wustrack es geschafft hat, uns alle zu vernetzen. So konnte sich jede und jeder mit ihren Erfahrungen und Voraussetzungen einbringen. Die Diskussionen, die dabei geführt wurden, waren sehr spannend. Heute denke ich, dass die Themen und Fragestellungen, die wir uns alle in vorausgegangenen religionspädagogischen Qualifizierungskursen erarbeitet haben, in einem neuen Licht erscheinen. Mich hat das echt weiter gebracht. So etwas wie Kommunikation oder Moderation habe ich immer schon gemacht, und doch war es neu. Und das war gut. Hierher gehört auch die Offenheit, die die religionssensiblen Zugänge mit sich bringen, das sind echte Perspektiverweiterungen. Da wurden alle mitgenommen, keine von uns blieb außen vor.

Andreas Ziemer: Würden Sie sagen, dass es sich gelohnt hat?
Susann Greuel: Auf jeden Fall.

Andreas Ziemer: Würden Sie die Fortbildungsreihe weiterempfehlen?
Susann Greuel: Wenn jemand sagt, ich traue mir das grundsätzlich zu, dann kann man in dieser Qualifikation echtes Handwerkszeug erwerben oder sein Standing verbessern.

Andreas Ziemer: Sie haben ja schon eine erste Veranstaltung geleitet. Was sind Ihre Erfahrungen?
Susann Greuel: Es war toll, hat mir richtig Spaß gemacht. Ich habe mich vorher nicht getraut, mit meinen Kolleginnen religionspädagogisch so zu arbeiten. Hier im Kurs habe ich gelernt, wie man es anlegen muss, dass sich Menschen öffnen, dass wir auch über Religion und Glauben oder Weltanschauung offen und authentisch sprechen können, dass unsere Gefühle Raum bekommen. Und dass alles gesagt und gefragt werden darf, diese Offenheit ist ganz wichtig. Und deshalb hatte ich meine Veranstaltung so angelegt, dass wir Momente von Religion in Beruf und Alltag entdecken konnten, und das hat richtig gut geklappt. Das will ich so in meiner Kita auch fortführen, dass wir über Gottesvorstellungen und Feste im Jahreskreis sprechen, über Ostern und Fasching, aber auch über Zusammenhänge zwischen Geburtstag und Religion.

Andreas Ziemer: Wie wird es jetzt weitergehen?
Susann Greuel: Ich hoffe, dass wir uns jährlich treffen können und die Idee eines Netzwerkes greifen kann. Ich brauche einfach den Erfahrungsaustausch. Und es wäre natürlich schön, wenn ich als Fortbildnerin von anderen Einrichtungen angefragt werde.

Andreas Ziemer: Frau Greuel, ich danke Ihnen für das Gespräch.
Susann Greuel: Ja, gern geschehen.

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