Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt im aktuellen Schuljahr weiter an

(17.09.2018)

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Die Schülerzahlen an den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen sind auch im aktuellen Schuljahr erneut angestiegen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg die Zahl um 957 an.

Derzeit lernen 176.995 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen Schulen in Sachsen-Anhalt.
 
 
Schulform Schuljahr 2017/2018 Schuljahr 2018/2019 Abweichung
Grundschule 67.794 68.175 381
(0,56 %)
Sekundar-/Gemein.

davon Sekundarschule

davon Gemeinschaftsschule
47.119

35.084

12.035
47.908

34.814

13.094
789
(1,67 %)

-270
(-0,77 %)
1.059
(8,8 %)
Gymnasium 45.568 45.007 -561
(-1,23 %)
Schulen d. zweiten Bildungsweges 331 335 4
(1,21 %)
Gesamtschule 5.311 5.324 13
(0,24 %)
Förderschule 9.915 10.246 331
(3,34 %) 
Gesamt 176.038 176.995 957
(0,54 %)
                     

Mit der aktuellen Steigerung der Schülerzahlen setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Seit dem Schuljahr 2015/2016 ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler um insgesamt 5.472 angestiegen. Seit dem Schuljahr 2010/2011 stieg die Zahl insgesamt sogar um 13.429 an.

Auf Basis der gemessenen Schülerzahlen betrug die Unterrichtsversorgung zum Schuljahresbeginn 99,4%. Sie liegt damit leicht unter dem Wert des Vorjahres von 101%. Innerhalb des Schuljahres kommt es immer wieder zu Schwankungen in der Unterrichtsversorgung. Auch zusätzliche Neueinstellungen sind nicht berücksichtigt.

Schulform Gesamtbedarf
in LWS
Arbeits-
vermögen
in LWS
Überhang/
Defizit (LWS)
Unterrichts-
versorgung
in %
Grundschule 97.002 96.553 - 449 99,5
Sekundarschule 63.713 61.673 - 2.040 96,8
Gemeinschaftsschule 24.093 23.499 - 594 97,5
Gymnasium 72.252 73.863 1.611 102,2
Gesamtschule 9.482 9.633 151 101,6
Förderschule 37.654 37.025 - 629 98,3
Gesamt 304.196 302.245 -1.951 99,4
                             

Vom Gesamtbedarf von 304.196 Lehrerwochenstunden (LWS) können derzeit 302.245 durch verfügbares Arbeitsvermögen abgedeckt werden. Das Defizit von 1.951 Lehrerwochenstunden entspricht 77 Lehrkräften. Derzeit befinden sich 200 Stellen in der Ausschreibung.

"Trotz intensiver Bemühungen und der größten Einstellungswelle, die es an Sachsen-Anhalts Schulen bisher gegeben hat, sind die Zahlen ernüchternd. Viele Maßnahmen und Einstellungen werden durch gestiegene Schülerzahlen und eine stetig steigende Zahl von Lehrkräften, die nicht vor der Klasse stehen, nivelliert. Mit der aktuellen Ausschreibung von 200 Stellen, befinden wir uns an der Grenze der Möglichkeiten des Haushalts. Zum kommenden Haushalt wird die Zahl der Lehrkräfte erneut steigen. Es ist geplant, dass ursprünglich für 2021 vorgesehene Ziel von 14.500 Vollzeitlehrerstellen (VZÄ - Vollzeitäquivalenten) bereits zu Beginn des Jahres 2019 zu erreichen. Wenn sich allerdings gewisse Entwicklungen fortsetzen, wird auch dies letztlich nicht genügen", erklärte Tullner.

Insgesamt verfügt Sachsen-Anhalt über ein theoretisches Arbeitsvolumen von 114%. Aufgrund verschiedener Faktoren wird dieses Arbeitsvolumen reduziert. Aufgrund von Langzeiterkrankungen, Elternzeiten und Mutterschutz sowie Anrechnungen wird dieses Arbeitsvermögen reduziert. Weiterhin wird das Arbeitsvermögen u. a. gemindert durch:

• Altersermäßigungen
• Schwerbehindertenermäßigungen
• Vorrübergehend geminderte Dienstfähigkeit
• Anrechnungen für Schulleitungsaufgaben
• Anrechnungen für besondere Belastungen
• Anrechnungen für Unterricht in der Qualifikationsphase.

Allein die Zahl der Personen, die sich im Mutterschutz bzw. in Elternzeit befinden, hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Im Schuljahr 2013/2014 waren 161 Personen in Elternzeit oder Mutterschutz. Im vergangenen Schuljahr waren es 372. Die Tendenz ist weiter steigend.

"Wir werden in den kommenden Wochen mit allen Beteiligten intensive Gespräche führen und weitere Instrumente entwickeln müssen. Das Ziel ist dabei klar, wir müssen die Zahl der Lehrer, die letztlich vor der Klasse stehen, erhöhen", so Tullner abschließend.

Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt
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