Einfach. Einfach?

(28.06.2019)

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"Gemeindepädagogik im Kontext von Konfessionslosigkeit" stand über dem Gemeindepädagogischen Tag am 26.06.2019 in Neudietendorf - und es sollte ein richtig heißer Tag werden mit 36° und ca. 150 Teilnehmenden.

Aber die Mitarbeiter*innen vom PTI, vom Zinzendorfhaus und der Vorbereitungsgruppe hatten sich gut gewappnet. Dr. Ekkehard Steinhäuser (PTI) begrüßte herzlich und Gabriele Humbert gratulierte zum 20. GP Tag mit dem Lied "Gemeindepädagog*innen sind genial".

Was bewegt Gemeindepädagogen und Gemeindepädagoginnen in ihrer Arbeit im Kontext von Konfessionslosigkeit? Manchmal die Freude über "viele Fische im Boot", manchmal das Gefühl von Vergeblichkeit.

"Lasst uns zu unmöglichen Zeiten und trotz der Erfahrung von Misserfolgen ganz einfach, auf Jesu Wort hin noch einmal neu die Netze auswerfen… und uns vernetzen" stand in der Einladung. Peter Herrfurth (KiJuPf) ließ in der Morgenandacht das Bild des Netzeauswerfens plastisch werden.

Prof. Dr. Michael Domsgen stellte im Referat dar, dass der Auftrag geblieben ist, Menschen für die Sache Jesu zu begeistern. Aber der Kontext hat sich gründlich gewandelt. Nach Konversion, Inkulturation und Formation als Weg der christlichen Sozialisierung befindet sich Kirche auf einer "Expediton ins offene Land". Darauf sind Mitarbeitende und Arbeitgeber mehr oder weniger gut eingestellt. Gemeindepädagogische Arbeit braucht eine   interaktive Grundhaltung und ein feines Gespür für Bedeutsamkeit. Wichtig wären unterschiedliche biografische Einsatzpunkte für Menschen ohne konfessionelle Bindung und Kirchenmitglieder, welche keine Relevanz des Glaubens für ihr Leben erkennen können. Relevanzerkundung ist eine Daueraufgabe - wie passt das zu Arbeitsformen und Splitterprozenten in Dienstanweisungen? Gemeindepädagogen und Gemeindepädagoginnen können Avantgarde bei der Expedition ins offene Land sein (und manchmal sind sie es schon). Das Referat von Michael Domsgen bot Impulse zum Weiterdenken und Ermutigung zur Widerständigkeit, wenn es zum Beispiel um Bewahrung der Schöpfung und die Endlichkeit des Lebens geht. Den Vortrag zum Download erhalten Sie hier.

Die Workshops konnten unterschiedliche Anregungen zur Frage nach dem WIE bieten:

1) "Wir sind nicht kirchlich, wir sind normal" - Als Gemeindepädagog*in die nichtkonfessionelle Kita (Annett Chemnitz)

2) Unterwegs im Sozialraum Schule (Marit Krafcick)

3) Musik-Brücken bauen, Menschen verbinden (Johanna Korf)

4) Leicht gesagt. Vom Größten reden im Kleinen (Ulrike Greim)

5)"Einfach machen - Kreativworkshop" (Antje Pelczyk)

6) "Geh hin in dieser deiner Kraft" (Christine Ziepert)

Danke allen engagierten Workshopleitern und Workshopleiterinnen für Denkanstöße, Ideen und Diskussionen!

Austausch und fröhliche Begegnungen prägten diesen Tag; alle Jahre wieder! Danke allen, die diesen Tag unter diesen Herausforderungen ermöglicht haben!

Der nächste gemeindepädagogische Tag kommt bestimmt: am 8. Juli 2020 - herzliche Einladung!

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