Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu.

(29.04.2020)

Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu. Vergrößern

Gestern erreichte mich per Mail die "Information Nr. 5 vom 28.04.2020” zur Corona-Pandemie der Präsidentin des Landeskirchenamts der EKM, Frau Brigitte Andrae.
Sie beschreibt darin den "Stufenplan zur Rückkehr aus dem Notbetrieb in den Normalbetrieb”, der auch für das PTI verbindlich gilt.

Es ist mir ein Anliegen, unserer Kirchenleitung und dem von ihr eingesetzten Krisenstab zu danken: mit größter Umsicht und bestmöglicher Weitsicht sind sie darum bemüht, unsere Landeskirche mit ihren Einrichtungen und Werken durch die Corona-Krise zu lotsen.
Das ist kein leichtes Unterfangen, sondern verdient Hochachtung und Respekt.
 
Parallel dazu erscheint unser "Newsletter Nr. 5” mit Angeboten und Beispielen, wie wir im Bereich der religionspädagogischen Fortbildung auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und ihre Einschränkungen reagieren wollen:
Sie finden in dem Newsletter Handreichungen für die Arbeit im Elementarbereich, des schulischen Religionsunterrichts und der Gemeindepädagogik. Lassen Sie sich inspirieren.
 
Mit Interesse und Freude nehmen wir wahr, dass in unzähligen Teams der Kitas, Lehrer*innen-Kollegien und Kirchengemeinden Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten für religiöse Bildung auf unterschiedlichste Weise diskutiert und erprobt werden.
Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn einmal etwas nicht so gelingt, wie Sie es sich vorgenommen haben.
 
Seien Sie mit dem alttestamentlichen Losungswort und dem Lehrtext aus dem Neuen Testament für den heutigen Tag herzlich gegrüßt:
"Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu.”   (Prediger 9,10)
"Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dienst dem Herrn.”   (Römer-Brief 12,11)
 
Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie und Ihre Familien
 
Dr. Ekkehard Steinhäuser
Direktor



Elementarbereich

Was Kinder brauchen!

Briefe und Proviantpäckchen an die Kinder zu Hause

"Was wohl Paul in den letzten Wochen erlebt hat? Wie es Maja gehen wird?"
Diese Fragen gehen vielen pädagogischen Mitarbeitenden in diesen Wochen sicher durch den Kopf und das Herz.
Was werden die Kinder Ihrer Kindergruppe erzählen über diese Zeit, die sie nicht in der Kita verbringen konnten? Wann wird diese lange Zeit endlich vorüber sein? 

Im RPQ-Kurs haben sich Erzieherinnen damit beschäftigt, wie Kinder mit Krisen umgehen und was Kinder und ihre Familien unterstützen kann, wohlbehalten durch diese Zeiten zu kommen.
Einige der Beispiele, die die Erzieherinnen verfasst haben, möchten wir als Anregung mit Ihnen teilen. Es wurden Briefe an ein Kind der eigenen Gruppe geschrieben und abwechslungsreiche Spielideen zusammengestellt, um Langeweile zu vertreiben und ein Zeichen zu geben: ich bleibe mit dir verbunden, denke an Dich und schicke Dir einen Gruß aus Deiner Kita!

Hier geht es zu den Ideen!

Brief an Paul (Proviant 1)

Brief an Levy (Proviant 2)

Proviantpäckchen (3)

Erprobte Spielideen für Kinder ab 2 Jahren


Zum Thema "Was Kinder jetzt brauchen" wird ein Webinar angeboten.

Termin 14.-15. Mai 2020
jeweils 9:00 Uhr - 12:30 Uhr im virtuellen Raum (die Teilnehmerzahl ist begrenzt)

Bitte melden Sie sich bei Kathleen Supke per Mail (pti.neudietendorf@ekmd.de) oder telefonisch (036202/ 21648) an.

Inhalt des Webinars

Was Kinder jetzt brauchen! 
Resilienz stärken und welche Bedeutung Religion dabei haben kann

Wir möchten Sie in dieser Online-Fortbildung darin unterstützen, wie Sie Kinder, die noch zu Hause bleiben müssen, sensibel begleiten und wie Sie sich auf das Wiederkommen und Einleben der Kinder in die Kita vorbereiten.
Wie gelingt es, Kinder zu stärken und ihnen gerade in diesen herausfordernden Zeiten Unterstützung zu geben? Welche Faktoren stärken die Resilienz von Kindern? Welche Bedeutung hat Religion in diesem Prozess und welches resilienzfördernde Potential bergen religionspädagogische "Instrumente" wie Lieder, Bibelgeschichten und religiöse Rituale? Nicht zuletzt werden wir auch unsere eigenen Ressourcen in den Blick nehmen und uns austauschen, was uns selbst Kraft und Zuversicht gibt.

Sie erhalten für dieses Webinar vorab eine Einladung in einen virtuellen Raum. Voraussetzung ist ein Internetzugang, am besten über einen PC oder Smart-Phone mit Kamera und Audiofunktion.


Gemeindepädagogisch arbeiten unter Corona-Bedingungen

Wie kann man gemeindepädagogisch arbeiten unter Corona - Bedingungen? Vielfältige Aktivitäten vor Ort entstanden, um mit Kindern, Jugendlichen, Familien und älteren Menschen in Kontakt zu bleiben. In Podcasts, Videos und ausgedruckten Formaten für die Briefkästen - je nach Möglichkeit der Nutzer*innen - kamen und kommen Andachten, Kirche mit Kindern, Familienkirche und Gottesdienste in die Wohnzimmer und Kinderzimmer.
Stellvertretend für die Fülle der Ideen in der EKM machen wir hier einige sichtbar:

Aus der Familienkirche in der Region Werra, Kirchenkreis Mühlhausen:
Die Geschichte von den Emmaus - Jüngern (mit Gemeindepädagogin Alexandra Kunze)
https://www.youtube.com/watch?v=FUKo3CXtqyk

Kurzvideo aus der Trickbox von  Gemeindepädagogin Brita Bernet, Kirchenkreis Waltershausen:
Die Geschichte vom verlorenen Schaf.
https://www.youtube.com/watch?v=nicVciv5HzQ&feature=youtu.be

Unter dem Stichwort "Kirche mit Kindern" lassen sich auf youtube weiterhin zahlreiche unterschiedlich gestaltete Formen von Kindergottesdiensten/Kirche mit Kindern finden.
Dabei können die Kinder auf eigene Weise beteiligt sein (Kerze anzünden zu Hause, mitsingen, Ideen und Bilder einsenden, die dann in der nächsten Kirche mit Kindern per Video präsentiert werden).

Ältere Menschen ab 60 Jahren gehören jetzt zur Risikogruppe. Kontakte zu Risikogruppen sind einzuschränken. Das kann doch nicht alles gewesen sein?
Seniorenkreise dürfen nicht mehr stattfinden und Bewohner*innen von Pflegeheimen dürfen keinen Besuch mehr bekommen.
Und trotzdem - da geht noch etwas! Familienangehörige, Nachbar*innen, Gemeindeglieder und Hauptberufliche werden kreativ und finden eigene Wege, wie Kontakt trotz Abstand gehalten werden kann.
Beispiele finden Sie hier:
https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/fachstelle-alter-ideen-gegen-die-einsamkeit-in-zeiten-von-corona/

Gemeindepädagogisch rückt die Frage nach Möglichkeiten zum "Selbständig gestalten des eigenen Glaubens" wieder mehr in den Blick:
Als Familie, als Single, als älterer Mensch, als Paar zu Hause Rituale des christlichen Glaubens finden, füllen und leben.
Trauen wir das Menschen im Umfeld von Gemeinde zu, geben wir ihnen Anregungen, es selbst zu tun, zu Hause? Eltern sagen: ich weiß gar nicht wie und was ich zu kirchlichen Festen eigentlich zu Hause feiern soll.
Im Moment ist unter anderem "Hilfe zur Selbsthilfe" gefragt. Das ist weiterhin eine herausfordernde gemeindepädagogische Aufgabe. 

Für Erwachsene finden Sie hier als Beispiel Rituale, um den Sonntag am Samstagabend zu begrüßen und am Sonntagabend zu verabschieden.
Beginn des Sonntags
Verabschiedung des Sonntags


Die Zeitschrift Praxis Gemeindepädagogik lädt ein, im aktuellen Heft 2/2020 zum Thema "Generationen" zu schmökern.

Link und Heft finden Sie hier:http://www.praxis-gemeindepaedagogik.de/


Religionsunterricht an weiterführenden Schule

Die Würde ist unantastbar — das Leben nicht
Der Shutdown schränkt das öffentliche und private Leben ein: Versammlungsfreiheit — eingeschränkt, Reisefreiheit — eingeschränkt, Religionsausübung — eingeschränkt.
Bei so vielen Schranken muss zwangsläufig nach der Freiheit gefragt werden. Der Weg in die Beschränkung, in die Distanz, war einfach zu gehen. Die Rückkehr in die "Normalität” wird schwieriger.
Optionen und Konsequenzen müssen vor jeder Entscheidung abgewogen und gewichtet werden. Da braucht es Gespräch und Transparenz, wissenschaftlichen Rat, politischen Entscheidungswillen und Wertebewusstsein.
Denn immer geht es um die Gesundheit und das Leben vieler Menschen. Angesichts der massiven Einschränkungen von Grundrechten in der Corona-Krise hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble am vergangenen Sonntag (26. April 2020) im Tagesspiegel davor gewarnt, das Grundrecht auf Leben höher zu bewerten als andere Grundrechte. Ein Anlass, um aus weltanschaulicher Perspektive auf die Werte hinter den Diskussionen und in den politischen Entscheidungen zu schauen.
Ein Vorschlag für eine Sequenz zum Kompetenzschwerpunkt Ethik: http://webcompetent.org/die-wuerde-ist-unantastbar-das-leben-nicht/


Der Corona-Effekt: Vier Zukunftsszenarien

Niemand weiß, wie es weitergeht, keiner ahnt, wie es in den nächsten Tagen werden wird: Vorschläge, Diskussionen, Entscheidungen, Rücknahmen, neue Vorschläge …
Wer Planbarkeit braucht, mit Vorhersagen und Trends arbeiten muss, für den ist die Corona-Krise nicht nur gesundheitlich eine Herausforderung.
Da geht es auch um das wirtschaftliche Überleben von Firmen, um das Auskommen von Familien, um Gehälter, Rentenbeiträge, Mieten …
Gleichzeitig wirken die letzten Tage und Wochen wie Ferien, Pause oder eine einzige große Langeweile.

Schon vor einigen Wochen überraschte das Frankfurter zukunftsInstitut mit einem Whitepaper, das vier Szenarien vorstellte, um mögliche Folgen der Pandemie zu beschreiben.

Ein Vorschlag für eine Sequenz zum Kompetenzschwerpunkt Eschatologie: 
http://webcompetent.org/der-corona-effekt-vier-zukunftsszenarien/


Arbeit mit Konfirmand*innen

Durch die Corona- Pandemie muss das kirchliche Leben zur Zeit unter ganz neuen Bedingungen stattfinden. 
Davon sind auch die KonfiCamps als wichtiger Teil der Konfirmandenarbeit und Arbeit mit Jugendlichen betroffen. 
Es zeichnet sich ab, dass in diesem Sommer keine KonfiCamps stattfinden werden. Teilweise sind die Entscheidungen schon gefallen, manche andere zögern noch und hoffen auf die Möglichkeit zur 
Durchführung von Konficamps ggf. unter Auflagen.

In dieser Situation möchten wir ein Forum zum Austausch anbieten. Wir, das sind das Pädagogisch-Theologische Institut der Ev. Kirche in Mitteldeutschland und der Verein Netzwerk KonfiCamps in Deutschland e.V. (mehr dazu unten). Der Austausch soll in Form einer Videokonferenz am Freitag, dem 08. Mai von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr geschehen. 
Ich bitte dazu um eine Anmeldung unter steffen.weusten@ekmd.de An dieser Konferenz wird auch eine Vertreterin der KonfiCamps in Wittenberg teilnehmen. 
Hier haben wir schon viele Ideen und Konzepte entwickelt und teilweise ausprobiert, um mit unseren Teamer*innen in Kontakt zu bleiben und auch für die Gemeinden und Konfis Angebote zu machen. 

Wir planen eine Konferenz mit max. 25 Teilnehmenden. Sollten sich mehr Menschen anmelden, werde ich weitere Videokonferenzen organisieren, so dass jede*r eine Möglichkeit zum Austausch bekommt.

Der Verein Netzwerk KonfiCamps e.V. ist aus der Bundesweiten KonfiCampTagung entstanden, die jährlich in Drübeck stattfindet. Ziele des Vereins sind
(a) KonfiCamps in Deutschland zu vernetzen, zu verbreiten und zu fördern, 
(b) diese theologisch und gemeindepädagogisch zu profilieren und zu unterstützen und 
(c) Leitlinien zu entwerfen. 
Im Vorstand des Vereins sind: Burkhardt Nolte (1. Vorsitzender),Steffen Weusten (2. Vorsitzender), Hendrik Zernke, Thorsten Rohloff, Hans- Ulrich Kessler, Prof. Marcell Saß, Christina Bosse, David Bongartz.

www.netzwerk-konficamps.de (online ab Anfang Mai).