Deutschland muss dramatischen Lehrermangel fürchten

(26.01.2012)

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Fast jeder zweite deutsche Lehrer ist älter als 50 Jahre. Viele lassen sich jetzt früher pensionieren. Gerade im Osten gibt es bereits spürbare Lücken.
"Erfahrung", sagt Heinz-Peter Meidinger, "ist natürlich wichtig, man kann nicht sagen, der ältere Lehrer ist schlechter als der jüngere." Trotzdem sei die Altersstruktur der deutschen Lehrerschaft ein großes Problem, meint der Chef des Deutschen Philologenverbandes.

Beispielsweise in der Sekundarstufe II und im Gymnasium in den östlichen Bundesländern: Im Jahr 1996 gab es in diesen Schulen 6470 Lehrer unter 40 Jahren. 2010 waren es nur noch 3438. Mitte der Neunziger gab es 3932 Lehrer über 50 Jahre. Heute sind es über 8000, weiß das statistische Bundesamt.
Seit 2006 gingen bundesweit jährlich durchschnittlich 19.100 Lehrer in den Ruhestand. Vor 1999 gab es nie mehr als 11.000 Pensionierungen. Fast überall sind die Lehrerkollegien überaltert, je nach Schulart bewegt sich der Durchschnitt meist knapp über oder unter der 50.

Vor allem im Osten wurde über viele Jahre oft niemand mehr eingestellt. Im Westen ist die Situation nicht ganz so schwierig, dort rollt die Pensionierungswelle und schafft Zwänge, mehr Junglehrer zu beschäftigen - wenn es sie denn gibt. Mehr lesen