Das Adventshaus

(11.12.2014)

Das Adventshaus Vergrößern

Eine religionspädagogische Begleitung auf dem Weg durch den Advent für die Arbeit mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter

Die Adventszeit fällt in unseren Breiten in eine Jahreszeit, in der die Nächte immer länger werden, bis um Weihnachten herum der Zenit erreicht ist. Schon von daher ist zusätzliches Licht erwünscht, welches die dunkle Jahreszeit erhellt.

Es ist aber auch die Adventszeit selbst, in der das Licht eine große Rolle spielt. In der hebräischen Bibel im Buch Jesaja heißt es: "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht: die im Lande des Dunkels wohnen, über ihnen strahlt ein Licht auf" (Jes 9,2). Darauf bezieht sich das Johannesevangelium und verweist auf Jesus als das Licht: "Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben" (Joh 8,12). In vielen adventlichen Liedern ist das Licht daher ein zentrales Motiv. Zu der Verheißung des Lichts gehört in die Adventszeit auch immer die Aufforderung, selbst "Kinder des Lichts zu sein" (Eph 5,9) und "die Lampen leuchten zu lassen" (Lk 12,35).

"Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen: Fürchtet euch nicht ...", so beginnt ein neueres Adventslied für Kinder und Erwachsene, das seit einigen Jahren in vielen Gemeinden zum ersten Advent gesungen wird. Das wird auch oft wörtlich genommen, indem z.B. kleine Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit Kerzen zum Adventssingen in Altersheime oder Krankenhäuser gehen. Auch andere Adventsbräuche sind davon geprägt, den Weg durch den Advent als einen Weg von der Dunkelheit zum Licht zu gehen. Mehr lesen