Den eigenen Weg voller Freude ziehen

(29.03.2021)

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Am vergangenen Wochenende erhielten neun junge Religionslehrkräfte aus Sachsen-Anhalt ihre kirchliche Lehrerlaubnis für den evangelischen Religionsunterricht, die Vokation. Schulbeauftragte Kathrin Drohberg und Kirchenrätin Susanne Minkus-Langendörfer hatten den Gottesdienst in der Wallonerkirche in Magdeburg vorbereitet. Das sichere Hygieneschutzkonzept  war wiederholt überprüft und angepasst worden.



Der Gottesdienst war zwei Wochen zuvor durch ein zweitägiges virtuelles Seminar vorbereitet worden. Die jungen Lehrkräfte aus allen Schularten hatten mithilfe verschiedener kollaborativer Szenarien und Videounterstützung das eigene Rollenverständnis reflektiert, ethische Leitlinien des pädagogischen Handels diskutiert und konkrete Unterrichtssituationen analysiert. Wie ein roter Faden zog sich das Gespräch zwischen dem Kämmerer und Philippus aus Apostelgeschichte 8,27-39 durch das Online-Seminar.



Diesen Faden nahm Propst Christoph Hackbeil auf und sprach in anschaulichen Bildern über Zusammenhänge zwischen unterrichtlichen Herausforderungen, ethischen Prinzipien pädagogischen Handelns und der Unverfügbarkeit von Segen. "Verstehst Du, was Du liest?" heißt es dort und es war zu verstehen, wie diese Erzählung des Neuen Testaments auch als eine berufsbiografische Geschichte von jungen Lehrerinnen und Lehrern gelesen werden kann. So zieht nicht nur der königlicher Beamte seinen Weg "voller Freude", sondern auch junge Kolleginnen und Kollegen, mit dem Segen ihrer Kirche.

In kleinster familiärer Runde und mit viel Abstand wurde der Vokation ein festlicher Rahmen gegeben. Der nächste regionale Vokationsgottesdienst wird am 10. April in Halle stattfinden.


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