Feier der Silbernen Vokation

(12.07.2021)

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Am vergangenen Samstag, dem 10. Juli 2021, feierten auf Einladung der Landeskirche 38 staatliche Lehrkräfte für Evangelische Religion in Sachsen-Anhalt das Fest der Silbernen Vokation. Referatsleiterin Susanne Minkus-Langendörfer aus dem Dezernat Bildung und Gemeinde des LKA und die Schulbeauftragten Kathrin Drohberg und Sören Brenner erwiesen sich als perfekte Gastgeber, gemeinsam mit dem Mutterhaus des Diakoniewerks und ihrem Theologischen Vorstand, Christian Beuchel, der selbst auch eingesegnet wurde.  

Einige O-Töne geben die Eindrücke auf dem Fest der Silbernen Vokation gut wieder. Gefragt, "Was hat die heutige Feier bei Ihnen ausgelöst?", erklärten Marianne Kiel (Wolmirstedt): "Erst einmal sehr positive Erinnerungen; aber auch einen gewissen Stolz, dass wir diesen wilden Acker, der vor uns lag, ein bisschen bebauen konnten und auch schon eine Saat erkennbar wurde."; 

Brigitte Bartosseck (Merseburg): "Ich war froh, dass ich damals den Mut gehabt habe, RU-Lehrerin zu werden. Es war eine gute Gemeinschaft, die wir damals waren - wir hatten alle unterschiedliche Fächer; ich hatte Mathe und Physik - und dass man sich nach so langer Zeit einmal wiedersieht." 

Renate Haase (Magdeburg-Ottersleben): "Es ist sehr emotional, weil ich das Reli-Studium  - mein Mann und ich sind evangelisch - eigentlich gar nicht gemacht hätte, weil ich damals schon 40 Jahre alt war. Mein Mann war aber Gemeindekirchenratsvorsitzender und sagte: Mach das! Es werden RU-Lehrkräfte gesucht." 

Regionalbischof Dr. Johann Schneider, der zusammen mit OKR Matthias Kopischke von der Ev. Landeskirche Anhalts den Gottesdienst zelebrierte, verwies in seiner Predigt auf das Samenkorn, das auf dem Acker wächst, wodurch auf dem Feld Schule "Samen des Glaubens" und "Samen der Hoffnung" durch die RU-Lehrkräfte ausgestreut würden.

OKR i.R. Christoph Hartmann, der als damaliger PTI-Direktor in Drübeck den ersten Weiterbildungskurs für staatliche Lehrkräfte 1991 begleitete, erinnert sich: "Es war eine Aufbruch-Situation. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, weil mit den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern etwas ganz Neues entstanden ist. Bei allen Schwierigkeiten, und da gäbe es eine Menge zu erzählen, hat es ganz viel ausgelöst für die religionspädagogische Arbeit an Schulen." 

Ein wunderbares Fest ist zu Ende gegangen. Ein Fest der Freude, ein Fest des Dankes, ein Fest des Segens.